Glossar

B

BIP

Bruttoinlandsprodukt. Summe aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres von einer Volkswirtschaft hergestellt werden und dem Endverbrauch dienen.

C

Capital Employed

Eingesetztes Kapital. Berechnet als Bilanzsumme abzüglich aktiver latenter Steuern und zinsfreier Verbindlichkeiten.

Cashflow

Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

CLP

CLP ist die Abkürzung von Classification, Labeling and Packaging. Die CLP-Verordnung regelt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen neu. Sie wurde am 31. Dezember 2008 kundgemacht und ist bereits in Kraft.

Die neue EU-Verordnung für die Kennzeichnung von Chemikalien basiert auf dem sogenannten Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals, kurz GHS. Dieses neue System stellt sicher, dass dieselben Gefahren weltweit auf dieselbe Weise gekennzeichnet werden. Durch die Verwendung international vereinbarter Einstufungskriterien und Kennzeichnungselemente sollen der Handel erleichtert und Mensch wie Umwelt auf der ganzen Welt vor Gefahren, die von Chemikalien ausgehen können, geschützt werden.

Compoundier-Anlage

Anlage zur Aufbereitung und Veredelung technischer Kunststoffe, um eine Verbesserung ihrer funktionalen Eigenschaften herzustellen.

Corporate Governance

Verantwortliche und auf eine langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Beinhaltet das Einhalten von Gesetzen und Regelwerken, das Befolgen anerkannter Standards und Empfehlungen sowie das Implementieren und die Anwendung von Unternehmensleitlinien und Leitungs- und Kontrollstrukturen.

D

Dampfcracker

Anlage zur Gewinnung von chemischen Rohstoffen unter Einsatz von Dampf für die Weiterverarbeitung zu Kunststoffen, Lacken, Lösemitteln und Pflanzenschutzmitteln.

Due Diligence

Die sorgfältige Prüfung und Analyse eines Unternehmens, insbesondere im Hinblick auf seine wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Verhältnisse sowie seiner Rahmenbedingungen in den Bereichen Technik und Umwelt. Sie wird speziell bei Akquisitionsprojekten durch einen potenziellen Unternehmenserwerber vorgenommen.

E

EBIT

Earnings Before Interest and Taxes. Operatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern.

EBITDA

Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Operatives Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte.

Elastomere

Formfeste und gleichzeitig elastisch verformbare Kunststoffe. Elastomere werden als Material für Reifen, Gummibänder, Dichtungsringe u. Ä. verwendet.

EMEA

(Europe, Middle East, Africa) Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika.

Equity-Methode

Bilanzierungsmethode, bei der die Anteile an Beteiligungsgesellschaften zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt werden, dieser Ansatz aber in der Folge um etwaige Veränderungen beim Anteil des Anteilseigners am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst wird.

Euro-Benchmark-Anleihe

Anleihe in Euro, die aufgrund ihres Emissionsvolumens als Referenzwert für vergleichbare Emittenten verwendet wird.

Exklusivsynthese

Synthese bezeichnet einen Vorgang, bei dem aus chemischen Elementen ein neuer Stoff hergestellt wird. Bei der Exklusivsynthese werden Stoffe im Gegensatz zum sogenannten Kataloggeschäft exklusiv für einen bestimmten Kunden individuell produziert.

F

Fermentierungsverfahren

Fermentierung bezeichnet im Allgemeinen die Umwandlung organischer Stoffe durch Bakterien oder Enzyme. Mit der Fermentierung können auch Industriechemikalien wie beispielsweise Aceton oder Butanol gewonnen werden.

Financial Covenants

Klauseln oder (Neben-)Abreden in Kreditverträgen und Anleihebedingungen. Es handelt sich um vertraglich bindende Zusicherungen des Kreditnehmers oder Anleiheschuldners während der Laufzeit des Kredites, beispielsweise, dass die Nettofinanzverbindlichkeiten ein festgelegtes Vielfaches einer Ergebnisgröße, z. B. des EBITDA vor Sondereinflüssen, nicht überschreiten.

Firmenwert

Immaterieller Vermögenswert aus einem Unternehmenserwerb. Berechnet als der Überhang der Anschaffungskosten über das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Unternehmens.

G

Geschäfts- oder Firmenwert

Immaterieller Vermögenswert aus einem Unternehmenserwerb. Berechnet als der Überhang der Anschaffungskosten über das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Unternehmens.

Geschäftswert

Immaterieller Vermögenswert aus einem Unternehmenserwerb. Berechnet als der Überhang der Anschaffungskosten über das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Unternehmens.

GHS

CLP ist die Abkürzung von Classification, Labeling and Packaging. Die CLP-Verordnung regelt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen neu. Sie wurde am 31.& Dezember 2008 kundgemacht und ist bereits in Kraft. Die neue EU-Verordnung für die Kennzeichnung von Chemikalien basiert auf dem sogenannten Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals, kurz GHS. Dieses neue System stellt sicher, dass dieselben Gefahren weltweit auf dieselbe Weise gekennzeichnet werden. Durch die Verwendung international vereinbarter Einstufungskriterien und Kennzeichnungselemente sollen der Handel erleichtert und Mensch wie Umwelt auf der ganzen Welt vor Gefahren, die von Chemikalien ausgehen können, geschützt werden.

Goodwill

Immaterieller Vermögenswert aus einem Unternehmenserwerb. Berechnet als der Überhang der Anschaffungskosten über das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Unternehmens.

H

Hedging

Absicherung bzw. Begrenzung von bestimmten, klar identifizierten Risiken, die sich z. B. aus Wechselkursänderungen oder Zinsänderungen ergeben können.

Hot Commissioning

Bezeichnung für eine Phase der Inbetriebnahme einer Anlage. Gegenüber dem kalten Prozess (Cold Commissioning) wird hierbei die Anlage unter vollständigen Betriebsbedingungen geprüft und Betriebs-, Grenz- und Sollwerte eingestellt, bevor der Probebetrieb startet.

I

IAS

International Accounting Standard. International einheitliches Regelwerk an Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board mit der Zielsetzung, eine weltweit vergleichbare Bilanzierung und Publizität entscheidungsrelevanter Informationen zu gewährleisten.

IFRS

International Financial Reporting Standards. International einheitliches Regelwerk an Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board mit der Zielsetzung, eine weltweit vergleichbare Bilanzierung und Publizität entscheidungsrelevanter Informationen zu gewährleisten.

ISO 14001

International gültige Norm, die Organisationen dabei unterstützt, eine betriebliche Umweltpolitik zu implementieren, Umweltziele zu formulieren und diese mithilfe eines Umweltmanagementsystems umzusetzen.

ISO 50001

International gültige Norm, die Organisationen durch Vorgaben für ein systematisches Energiemanagement dabei helfen soll, Energiekosten, Treibhausgase und andere Umweltauswirkungen zu reduzieren.

ISO 9001

International gültige Norm, die Mindestanforderungen für Qualitätsmanagementsysteme vorgibt.

J

Joint Venture

Gemeinschaftsunternehmen. Eine vertragliche Vereinbarung zweier oder mehrerer Partner über eine wirtschaftliche Tätigkeit, die von ihnen gemeinschaftlich geführt wird.

K

Kaufpreisallokation

Verteilung der Anschaffungskosten aus einem Unternehmenserwerb auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden.

L

Latente Steuern

Zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerbe- oder -entlastungen, die aus temporären Differenzen zwischen den im Jahresabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden entstehen, sowie zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerentlastungen aus noch nicht genutzten Verlustvorträgen oder Steuergutschriften.

N

Net Working Capital

Nettoumlaufvermögen, entspricht der Summe aus Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Nettofinanzverbindlichkeiten

Berechnet als Summe aus kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (bereinigt um Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen) abzüglich der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte.

O

Off-Spec-Ware

Ware, die nicht der Spezifikation nach betriebseigener Vorgabe oder nach Kundenwunsch entspricht.

P

Polyamid

Synthetisierter Kunststoff mit sehr guten mechanischen und elektrischen Eigenschaften. Polyamid ist darüber hinaus sehr chemikalienbeständig und weist einen hohen Verschleißwiderstand auf.

R

Rating

Einschätzung der Bonität eines Schuldners. Ratings werden z. B. von den weltweit führenden Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s Investors Service und Fitch Ratings vorgenommen, aber auch von Banken nach eigenen Kriterien durchgeführt.

REACH

Abkürzung für „Registration, Evaluation, Authorization and Restriction of Chemicals“. Die von der EU erlassene REACH-Verordnung schreibt vor, dass Chemikalien vor ihrer Vermarktung registriert, bewertet sowie zugelassen werden, und verpflichtet Hersteller oder Importeure dazu, gefährliche Eigenschaften von Stoffen zu ermitteln und deren Wirkungen auf Gesundheit und Umwelt abzuschätzen.

ROCE

(Return on Capital Employed) Messgröße für die Rentabilität. Berechnet als EBIT vor Sondereinflüssen im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.

S

Sell-Side-Analysten

Sell-Side-Analysten arbeiten für Banken/Broker und erstellen sektorspezifische Analysen börsennotierter Gesellschaften. Die Analysen führen zu Bewertungen der Aktien der analysierten Unternehmen, aus denen letztlich Anlageempfehlungen abgeleitet werden. Die entsprechenden Empfehlungen in Form von Research-Studien richten sich an externe Adressaten, insbesondere an institutionelle Investoren, denen auf diesem Wege Anlageideen vermittelt werden sollen.

Synthesekautschuk

Als Synthesekautschuk bezeichnet man elastische Polymere, die auf der Basis petrochemischer Rohstoffe hergestellt werden. Synthesekautschuk ist das Ausgangsmaterial für die Gummiproduktion. Den wichtigsten Synthesekautschuk stellt dabei (mit 50 – 60 % Anteil am Produktionsvolumen) Styrol-Butadien-Kautschuk dar, der insbesondere für Pkw-Reifen verwendet wird.

V

VOC-Emissionen

 Flüchtige organische Verbindung (volatile organic compounds) ist die Sammelbezeichnung für organische, kohlenstoffhaltige Stoffe, die leicht verdampfen bzw. schon bei niedrigen Temperaturen einen gasförmigen Zustand annehmen.

Vulkanisation

Vulkanisation ist die Umwandlung von Kautschuk zu Gummi unter Einfluss von Zeit, Temperatur und Druck. Bei der Vulkanisation gehen die plastischen Eigenschaften des Kautschuks bzw. der Kautschukmischung verloren – der Stoff wird vom plastischen in einen elastischen Zustand überführt.